Collaborate. Leverage. Impact.

Auf dem Weg zum
Sonderforschungs-
bereich (SFB)

Grundlagenwissenschaftliche und klinische Reproduktionsforschung hat in Münster eine lange Tradition und wird seit vielen Jahren durch DFG-Verbundforschungsprojekte finanziert.

Seit 2017 untersuchen wir im Rahmen der Klinischen DFG-Forschungsgruppe (KFO) 326 “Male Germ Cells: from Genes to Function” die Genetik und Funktion männlicher Keimzellen. Die KFO326 vereint die Translation grundlagenwissenschaftlicher Forschung im Bereich der Zellbiologie, Physiologie, Epi-/Genetik und Bioinformatik in die Klinik und vice versa. Dazu haben sich Forschende aus dem Fachgebiet der Biologie, Biochemie, Bioinformatik, Physik und Medizin unterschiedlichster Instituten und Kliniken der Medizinischen Fakultät sowie des Max-Planck-Instituts zusammengefunden.

Nach diesem Vorbild ist es unser Ziel, nun einen lokalen SFB zu konzipieren, der sich in multidisziplinären Projekten mit den molekularen Pathomechanismen der männlichen Infertilität beschäftigt. Der Schwerpunkt des SFBs liegt auf translationalen Projekten. Das einzigartige Umfeld in Münster erlaubt, Untersuchungen an Modellsystemen sowie klinisch charakterisierten menschlichen Proben (u.a. Spermien und Hodengewebe) miteinander zu verknüpfen. Die Projekte sind darauf fokussiert, die genetischen, molekularen und zellulären Mechanismen aufzuklären, die die Hodenfunktion und Produktion von Spermien, sowie die Spermienfunktion und den Befruchtungsprozess steuern. Dazu kombinieren wir interdisziplinäre Forschung in Molekular- und Zellbiologie, Physiologie, Epi-/Genetik, (Bio-)Informatik und multimodaler Datenanalyse. Der Erkenntnisgewinn in den Projekten wird maximiert durch innovative Zentralprojekte, die klinische Analytik mit informatischen Tools verbinden sowie facettenreiche OMICs Datensätze erheben und analysieren. Zudem wird eine medizinische Dateninfrastruktur etabliert, um diese Datensätze institutions- und projektübergreifend verfügbar zu machen. Schließlich wird ein neuartiges Patient Science-Projekt das Informationsverhalten infertiler Paare analysieren, um dann zielgerichtet die wissenschaftlich-medizinischen Erkenntnisse aus dem SFB den zu behandelnden Personen zugänglich zu machen und in die Gesellschaft zu tragen.

Dieser SFB besteht aus grundlagenorientiert und klinisch Forschenden der Universität, des Universitätsklinikums und des Max-Planck-Instituts Münster sowie der RWTH Aachen. Er soll durch innovative, exzellente und nachhaltige Ansätze das Verständnis, die Diagnostik und perspektivisch die Behandlung männlicher Infertilität entscheidend verbessern und zum Leuchtturm der Reproduktionsforschung werden. 

Reproduction.MS – Unravelling the Molecular Mechanisms of Male Infertility
// bei Fragen oder Ideen kontaktiert uns gerne per E-Mail

Strategieplan unserer
Reproduction.MS Initiative

Um einen SFB zu gestalten ist es notwendig, Forschungsbereiche und potenzielle Teilnehmer:innen zu identifizieren, die ein fakultätsübergreifendes Netzwerk von Expert:innen bilden, das Münster langfristig als führenden Standort für exzellente Reproduktionsforschung etabliert.

Daher haben wir im Juni 2021 unsere Initiative mit einem ersten virtuellen Workshop 1.0 ”Reproduction.MS – from Genes to Molecules and Function” gestartet. Insgesamt 90 Teilnehmende und 39 Präsentationen lieferten einen Überblick über mögliche Themen, spannende Projektideen und interessierte Kolleg:innen, die Teil unserer Initiative werden könnten. Nachdem die gesammelten Eindrücke verarbeitet und in anschließenden Brainstormings diskutiert wurden, fielen die ersten Richtungsentscheidungen. Darauf basierend wurde ein erster Entwurf entwickelt, der den Gesamtumfang und die Ziele des geplanten SFBs umreißt. Im September 2021 haben wir dazu aufgerufen, konkrete Projektvorschläge einzureichen, die Teil der Initiative Reproduction.MS werden könnten. Um einen transparenten und kooperativen Ansatz zu verfolgen, wurden die eingereichten Vorschläge innerhalb der Gruppe der potenziellen Projektleitenden (PIs) zirkuliert. Auf diese Weise konnten Interaktionen gestärkt, der Mehrwert gesteigert, und bestimmte Technologien oder Bedürfnisse unverzüglich erkannt werden.

Ein nächster Meilenstein unseres Vorhabens war die endgültige Auswahl der Projekte und PIs anhand der Projektvorschläge. Mit genau diesen Personen, Ideen und Themen wurde ein spannendes Jahr 2022 eingeleitet! Im Januar fand unser Workshop 2.0 statt: Alle PIs waren eingeladen, dem Team ihr Projekt vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Außerdem wurden die übergreifende Fragestellung des SFBs, die Themenbereiche und die zentralen Projekte erörtert. Dieser Workshop, die anschließenden Diskussionen und die akribische Ausarbeitung der Projekte sind der Schlüssel für eine erfolgreiche SFB-Bewerbung. Ende März 2022 konnten wir so den Draft des SFB-Antrags “Reproduction.MS – Unravelling the Molecular Mechanisms of Male Infertility” einreichen – fingers crossed! Bleiben Sie gespannt auf Updates.

Münster bündelt Kompetenzen

Das Team

Frank Tüttelmann_verlauf_final

Univ.-Prof. Dr. med.
Frank Tüttelmann
Koordination

Institut für
Reproduktionsgenetik (IRG)

Vesaliusweg 12-14, 48149 Münster
frank.tuettelmann@ukmuenster.de

Timo Strünker_verlauf_final

Univ.-Prof. Dr. rer. nat.
Timo Strünker
Koordination

Centrum für Reproduktionsmedizin
und Andrologie (CeRA)

Domagkstraße 11, 48149 Münster
timo.struenker@ukmuenster.de

Nadja Rotte_verlauf_final

M.Sc.
Nadja Rotte
Management

Institut für
Reproduktionsgenetik (IRG)

Vesaliusweg 12-14, 48149 Münster
nadja.rotte@ukmuenster.de

Monika Möller_verlauf_final

Monika Möller
Sekretariat

Institut für
Reproduktionsgenetik (IRG)

Vesaliusweg 12-14, 48149 Münster
reprogenetik@ukmuenster.de

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